Über uns

Transitgas

Zweck der Transitgas AG ist der Bau, der Besitz, der Unterhalt und der Betrieb eines Erdgas-Transportsystems, das von der Nord- bis zur Südgrenze der Schweiz reicht.

Die Transitgas AG baut und betreibt dieses Transportsystem mit einer Verdichterstation, diversen Schieberstationen und einer Messstation auf Schweizergebiet. Im Rahmen eines Pachtvertrages hat die Gesellschaft ihre Anlagen der Fluxys SA und der Swissgas AG zur Nutzung überlassen.

Die Interessengemeinschaft

Interessengemeinschaft

Die Transitgasleitung ist das Schweizer Teilstück der Erdgashochdruckleitung, welche die Gasfelder Nordeuropas mit Italien verbindet. Für die gesamte Schweiz verkörpert sie einen wichtigen Schritt in Richtung Erdgasversorgung und ermöglicht gleichzeitig Italien seine Bezugsquellen für Erdgas zu diversifizieren.

Zudem kommt der Transitgasleitung eine positive Besonderheit zu, nämlich die Verbindung verschiedener Länder wie Holland, Deutschland, Norwegen, Frankreich, die Schweiz sowie Italien zu einer Zweck- und Interessengemeinschaft.

Unsere Aktionäre

Die Swissgas AG, Schweizerische Aktiengesellschaft für Erdgas, mit Sitz in Zürich, die FLUXYS SA, mit Sitz in Bruxelles mit Fluxswiss sagl, mit Sitz in Lugano und die Uniper Global Commodities SE, mit Sitz in Düsseldorf, sind mit 51 resp. 46 und 3% am Aktienkapital der Transitgas AG beteiligt.

Aktionäre Transitgas

Kurzgeschichte

Die Transitgas AG mit Sitz in Zürich wurde am 25. Juni 1971 gegründet. Das heutige Transitgas-Transportsystem ist in drei Schritten entstanden: mit dem Bau Anfang der Siebzigerjahre, mit der Erweiterung Mitte der eunzigerjahre und mit dem 2003 beendeten Grossausbau.

Bau 1971 - 1974

Nach einer Planungs- und Bauzeit von rund drei Jahren wurde am 8. April 1974 die 164 km lange Transitgasleitung offiziell eingeweiht. Aus Deutschland kommend unterquert die Leitung den Rhein und erreicht die Messstation in Wallbach. Sie verläuft weiter durch das Mittelland Richtung Süden, quert die Hochalpen durch diverse Stollen und erreicht Italien am Griespass.

In Ruswil, etwa auf halber Strecke zwischen Deutschland und Italien, wurde die Verdichterstation gebaut. Vom Rhein bis zur Verdichterstation betrug der Durchmesser der Erdgasleitung 36″* und südlich davon bis zum Griespass waren es 34″. Die in den ersten 20 Betriebsjahren über Wallbach eintretenden Transportmengen bewegten sich im Schnitt zwischen 5 und 7 Mrd. Nm3**/J.

* 1 Zoll (inch) = 2.54 cm
** Nm3 (Normkubikmeter) = Volumen bei 0°C und 1013.25 mbar

Erweiterung 1993-1994

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Zur Deckung der wachsenden Erdgasnachfrage in der Schweiz wurde im Jahre 1994 das Transportsystem zwischen Wallbach und Däniken mit einer 33 km langen 36″*-Parallelleitung (Loop) erweitert. Die Inbetriebnahme dieses neuen Teilstücks erfolgte im Herbst desselben Jahres.

Grossausbau 1997-2003

Um dem steigenden Erdgasbedarf Italiens zu genügen, wurde am 17. März 1997 vom Verwaltungsrat der Transitgas AG beschlossen, das gesamte Transportsystem auszubauen. Das Ausbauprojekt beinhaltete im Wesentlichen folgende Arbeiten:

1. Ersatz der bestehenden 34“*-Leitung zwischen der Verdichterstation Ruswil und dem Griespass mit einer neuen 48“-Leitung
2. Verbindung zu Frankreich durch die Verlegung einer neuen 36“-Leitung von Rodersdorf nach Lostorf
3. Bau einer neuen 48“-Parallelleitung zur bestehenden 36“-Leitung zwischen Däniken und der Verdichterstation Ruswil
4. Bau einer neuen 36“-Parallelleitung zur bestehenden 36“-Leitung zwischen dem Rhein und der Messstation Wallbach
5. Erhöhung der installierten Leistung der Verdichterstation Ruswil
6. Anpassung der Messeinrichtungen der Station Wallbach an die grösseren Durchsätze

Aufgrund der Gesetzeslage im Kanton Luzern wurden in der Verdichter Station Ruswil zwei Abwärmerückgewinnungsanlagen installiert, mit denen die Abwärme der Gasturbinen für die Strom- bzw. Warmwassererzeugung genutzt wird.

Dank einer Investition von ca. 1.1 Mrd. Franken konnte die vorhandene Transportkapazität beinahe verdreifacht werden. Die im Jahre 2003 insgesamt transportierte Erdgasmenge ab Wallbach und Rodersdorf betrug rund 15.7 Mrd. Nm3**. Dank der Einbindung der neuen Verbindungsleitung aus Frankreich in die Nord-Süd-Transportpipeline aus Nordeuropa wurden die Versorgungsquellen des Transitgas-Transportsystems breiter diversifiziert.

* 1 Zoll (inch) = 2.54 cm
** Nm3 (Normkubikmeter) = Volumen bei 0°C und 1013.25 mbar