Bericht zum Austausch der Isolierkupplungen in Ruswil
Projektübersicht: Im Rahmen eines Wartungsprojekts wurden die leitenden/defekten Isolierkupplungen (IK) in der Nähe Kompressorstation Ruswil sowie im Durchgang undichte Armaturen in der Kompressorstation Ruswil ausgetauscht. Die Massnahme war notwendig, da die Armaturen und die Isolierkupplungen defekt waren und die Funktionalität nicht mehr gewährleistet war.
Durchgeführte Arbeiten:
- Isolierung des Streckenabschnitts: Der betroffene Streckenabschnitt nördlich und südlich der Verdichterstation Ruswil wurde in zwei Abschnitte getrennt. Der erste Abschnitt von ca. 15 km von Mauensee bis Ruswil und der zweite Abschnitt von ca. 7 km von Ruswil bis Entlebuch wurden durch das Schliessen der Streckenschieber isoliert.
- Druckentlastung und Gasentfernung: Nach der Isolierung wurde das Gas aus dem Streckenabschnitt umgepumpt, bis ein Restdruck von 0.2 barg erreicht war. Das verbleibende Gas wurde durch Abfackeln verbrannt. Das Umpumpen des ersten Abschnittes dauerte 4 Tage. Danach wurde das Equipment umgestellt und der zweite Abschnitt konnte in 2 Tagen umgepumpt werden.
- Inertisierung und Spülung: Um eine vollständige Gasfreiheit zu gewährleisten, wurde ein Stickstoffpolster in die drucklose Leitung eingeführt. Anschliessend wurde die Leitung mit Luft gespült, bis die Gasfreiheit nachgewiesen werden konnte.
- Austausch der Isolierkupplungen und der Armaturen: Nach dem der erste Abschnitt gasfrei war, konnten die Rohrarbeiten am ersten Streckenabschnitt starten. Die defekte Isolierkupplung wurde herausgeschnitten und mithilfe eines Krans aus der Leitung gehoben. Die neue Isolierkupplung wurde ebenfalls per Kran in die Leitung eingesetzt und fachgerecht eingeschweisst. Parallel wurden mit einer zweiten Mannschaft die undichten Armaturen rausgeschnitten mit einem Kran aus der Leitung gehoben und die neuen Armaturen eingehoben und eingeschweisst.
Nachdem die Arbeiten am ersten Streckenabschnitt fertig waren, wurde der zweite Streckenabschnitt gasfrei gemacht und der IK- und Armaturenaustausch an dem Abschnitt durchgeführt. - Wiederinbetriebnahme: Im nächsten Schritt wurde der leere Rohrabschnitt zunächst mit einem Stickstoffpolster gefüllt und anschliessend langsam mit Gas aufgefüllt. Nach dem Druckausgleich wurde der Streckenschieber geöffnet, wodurch der Streckenabschnitt wieder in Betrieb genommen werden konnte.
